Keine Kommentare » - Kommentieren Sie! Tags: Aufbaustudium, Dr.-Titel, Master, Jura/Öffentliches-Recht, Pädagogik, Politikwissenschaften. Rubrik(en): Autoren, Berufsbilder

Der MBA ist im Prinzip nichts anderes als der klassische angelsächsische Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und soll als Aufbaustudium auch Absolventen von nicht wirtschaftswissenwissenschaftlichen Fächern zu entsprechenden Fachwissen verhelfen.
Auf dem Arbeitsmarkt genießt er eine hohe Akzeptanz. Auch für Oliver Krone, der heute Senior Consultant bei der PROMATIS software GmbH ist, war dieses zusätzliche Wissen der Grund, einen MBA zu machen:
„Ich wollte auf dem Arbeitsmarkt nicht als weltfremder Philosoph dastehen, sondern zeigen dass ich auch über ein Grundwissen in strategischem Management und Marketing verfüge – auch damit ich von potentiellen Arbeitgebern ernst genommen wurde.“
Ein Aufbaustudium bietet gerade Geisteswissenschaftlern eine gute Möglichkeit, vorhandenes Fachwissen zu vertiefen oder sich zusätzliche Kenntnisse anzueignen. Entsprechende weiterführende Studiengänge werden dabei im In- und Ausland nicht nur für Wirtschaft, sondern für zahlreiche weitere Richtungen und Spezialgebiete angeboten.
Da ein Aufbaustudium jedoch sehr teuer sein kann – ein MBA beispielsweise kostet bis zu 90.000 Euro, andere Aufbaustudiengänge sind jedoch weitaus günstiger – empfiehlt es sich, mit Bedacht auszuwählen. Dabei ist die Finanzierung nicht das Hauptproblem, da es hier Stipendien, Kredite und staatliche Förderungen gibt. Weitaus schwieriger ist es, im Angebotsdschungel den passenden Inhalt und Abschluss zu finden.
Denn: Auf dem gesetzlich kaum reglementierten Weiterbildungsmarkt gibt es neben zahlreichen auch international anerkannten Angeboten wie dem MBA auch Zertifikate einzelner Institute, die auf dem Arbeitsmarkt völlig unbekannt sind.
Wer jedoch Zeit und Geld in eine Weiterbildung investieren will, sollte genau darauf achten, ob potentielle Arbeitgeber den Abschluss auch anerkennen. Das ist zum Beispiel dann gewährleistet, wenn ein Studiengang (in der Regel ein Master) durch eine Akkreditierungsagentur mit speziellen Qualitätssiegeln ausgezeichnet wurde (Akkreditierung) und in einschlägigen Rankings auftaucht oder wenn eine berufliche Weiterbildung mit einem IHK-Abschluss beendet wird.
Und auch inhaltlich bringt die Weiterbildung nur dann etwas, wenn sie auch konkret und praxisnah auf eine ganz bestimmte Berufstätigkeit vorbereitet, z.B. durch Praxiseinheiten innerhalb des Kurses.
Ein Aufbaustudium oder eine Weiterbildung ist jedoch nicht zwingend notwendig, um sich zusätzliche Kenntnisse anzueignen. Geisteswissenschaftler/innen können diese Fähigkeiten ebenso gut selbstständig erlernen.
Allerdings sollten sie sich schon während des Studiums mit wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, etwa indem sie auch Basisveranstaltungen in Marketing und Management besuchen – wie Oliver Krone aus eigener Erfahrung empfiehlt:
„Grundvoraussetzung für den optimalen Berufseinstieg ist, sich gut zu präsentieren. Wichtig ist aber vor allem das Interesse, sich auch in ökonomische Themen einzuarbeiten und entsprechende Fachbegriffe zu kennen. Der MBA war da für mich nur das Vehikel, damit die Leute sehen, dass ich Ahnung von dem Fach hatte. Das war auch gut für das eigene Selbstbewusstsein. “
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Monika Wulf-Mathies studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Sie arbeitete im Kanzleramt, war ÖTV-Vorsitzende, in der europäischen Kommission und Beraterin für Gerhard Schröder. Seit 2001 ist sie bei der DHL, erst Leiterin des Zentralbereichs „Politik & Nachhaltigkeit“, seit 2009 Beraterin des Vorstands. Wie sah Ihr Weg zum Erfolg aus?
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