Als Politologe in der Wirtschaft:

Weiterbildung, MBA und Aufbaustudium

Keine Kommentare » - Kommentieren Sie! Tags: , , , , , . Rubrik(en): Autoren, Berufsbilder


Von Simone Janson, 07. Juli 2009: Dr. Oliver Krone studierte Politik, Pädagogik und Rechtswissenschaft mit dem Berufsziel Erwachsenenbildung. Jedoch verschlechterten sich die Berufsaussichten in diesem Bereich noch während seines Studiums derart, dass er sich entschied, einen einjährigen Master of Business Administration (MBA) anzuhängen. Was ist der MBA und wofür ist ... Weiterlesen - Translate full text



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Was ist der MBA und wofür ist er gut


Der MBA ist im Prinzip nichts anderes als der klassische angelsächsische Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und soll als Aufbaustudium auch Absolventen von nicht wirtschaftswissenwissenschaftlichen Fächern zu entsprechenden Fachwissen verhelfen.

Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt genießt er eine hohe Akzeptanz. Auch für Oliver Krone, der heute Senior Consultant bei der PROMATIS software GmbH ist, war dieses zusätzliche Wissen der Grund, einen MBA zu machen:

Kein Weltfremder Philosoph

„Ich wollte auf dem Arbeitsmarkt nicht als weltfremder Philosoph dastehen, sondern zeigen dass ich auch über ein Grundwissen in strategischem Management und Marketing verfüge – auch damit ich von potentiellen Arbeitgebern ernst genommen wurde.“

Warum ein Aufbaustudium?

Ein Aufbaustudium bietet gerade Geisteswissenschaftlern eine gute Möglichkeit, vorhandenes Fachwissen zu vertiefen oder sich zusätzliche Kenntnisse anzueignen. Entsprechende weiterführende Studiengänge werden dabei im In- und Ausland nicht nur für Wirtschaft, sondern für zahlreiche weitere Richtungen und Spezialgebiete angeboten.

Kosten

Da ein Aufbaustudium jedoch sehr teuer sein kann – ein MBA beispielsweise kostet bis zu 90.000 Euro, andere Aufbaustudiengänge sind jedoch weitaus günstiger – empfiehlt es sich, mit Bedacht auszuwählen. Dabei ist die Finanzierung nicht das Hauptproblem, da es hier Stipendien, Kredite und staatliche Förderungen gibt. Weitaus schwieriger ist es, im Angebotsdschungel den passenden Inhalt und Abschluss zu finden.

Qualität

Denn: Auf dem gesetzlich kaum reglementierten Weiterbildungsmarkt gibt es neben zahlreichen auch international anerkannten Angeboten wie dem MBA auch Zertifikate einzelner Institute, die auf dem Arbeitsmarkt völlig unbekannt sind.

Wer jedoch Zeit und Geld in eine Weiterbildung investieren will, sollte genau darauf achten, ob potentielle Arbeitgeber den Abschluss auch anerkennen. Das ist zum Beispiel dann gewährleistet, wenn ein Studiengang (in der Regel ein Master) durch eine Akkreditierungsagentur mit speziellen Qualitätssiegeln ausgezeichnet wurde (Akkreditierung) und in einschlägigen Rankings auftaucht oder wenn eine berufliche Weiterbildung mit einem IHK-Abschluss beendet wird.

Praxisnähe zählt

Und auch inhaltlich bringt die Weiterbildung nur dann etwas, wenn sie auch konkret und praxisnah auf eine ganz bestimmte Berufstätigkeit vorbereitet, z.B. durch Praxiseinheiten innerhalb des Kurses.

Ist ein Aufbaustudium unbedingt notwendig?

Ein Aufbaustudium oder eine Weiterbildung ist jedoch nicht zwingend notwendig, um sich zusätzliche Kenntnisse anzueignen. Geisteswissenschaftler/innen können diese Fähigkeiten ebenso gut selbstständig erlernen.

Wirtschaftswissenschaftliche Grundkenntnisse Pflicht

Allerdings sollten sie sich schon während des Studiums mit wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, etwa indem sie auch Basisveranstaltungen in Marketing und Management besuchen – wie Oliver Krone aus eigener Erfahrung empfiehlt:

„Grundvoraussetzung für den optimalen Berufseinstieg ist, sich gut zu präsentieren. Wichtig ist aber vor allem das Interesse, sich auch in ökonomische Themen einzuarbeiten und entsprechende Fachbegriffe zu kennen. Der MBA war da für mich nur das Vehikel, damit die Leute sehen, dass ich Ahnung von dem Fach hatte. Das war auch gut für das eigene Selbstbewusstsein. “

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