Arbeitsbedingungen eines Honorarlehrers

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Von Susanne Hausner, 07. Mai 2009: Damit Sie sich ein besseres Bild von meinem Job machen können: Im Monat verdiene ich durchschnittlich 1538,125 brutto. Für eine Akademikerin ist das schon wenig, aber ich habe dann monatlich noch einige Abzüge. Z.B. muss ich davon noch meine Rentenversicherung (19,9%), meine Krankenversicherung (14,9%) ... Weiterlesen - Translate full text



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Z.B. muss ich davon noch meine Rentenversicherung (19,9%), meine Krankenversicherung (14,9%) und meine Pflegeversicherung (2,2%) komplett selbst bezahlen und so komme ich dann auf ein monatliches Durchschnittseinkommen von 1051,50 Euro.

Dazu kommt, dass ich nicht monatlich bezahlt werde; ich bekomme nur Geld wenn ich einen Vertrag erfüllt habe. In der Regel ist das alle 8-10 Wochen. Auf mein Geld muss ich dann noch ungefähr 2 Wochen warten. Die Abgaben an den Staat zu denen ich gezwungen bin, muss ich trotzdem monatlich bezahlen.

Übrigens: Ob ich wirklich durchschnittlich 882,50 Euro monatlich zur Verfügung habe, weiß ich nicht mit Sicherheit. Melden sich für einen meiner Kurse weniger als 10 Schüler an, findet er nicht satt und ich bekomme kein Geld.

Sollte ich krank werden und nicht mehr unterrichten können, ist das ebenfalls mein persönliches Pech. Für einen krankheitsbedingten Ausfall von Stunden bekomme ich kein Geld. Ich freue mich wirklich über solche Arbeitsbedingungen!

Susanne Hausner unterrichtet Deutsch als Fremdsprache in einem Integrationskurs an einer Weiterbildungseinrichtung irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Über ihre Arbeitsbedingungen wurde schon auf RP-ONLINE ausführlich berichtet. In ihrer Artikel-Serie “Integration für Anfänger”, die in unregelmäßigen Abständen hier erscheint, schreibt sie nun über ihre kuriosen, lustigen oder traurigen Erlebnisse, die genau so passiert sind. Ihr Name ist ein Pseudonym, denn Hausner riskiert mit ihrer ungeschminkten, persönlichen Meinung ihren schlecht bezahlten Job.

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