1 Comment » - Kommentieren Sie! Tags: , Geologie, Romanistik, Slawistik. Rubrik(en): Autoren, Berufsbilder

Ich studiere eine abenteuerliche Kombination, die mir aber mittlerweile gut gefällt: MA Romanistik und Slavistik (die Geisteswissenschaften) und im Nebenfach Geologie (also eher was naturwissenschaftliches). Ist es ratsam später im Berufsleben, vor allem am Anfang, viel zwischen beiden Bereichen zu wechseln, oder sollte mir von Anfang an klar sein, in welchen Bereich ich gehen soll und den dann durchziehen, weil es vielleicht im Lebenslauf seltsam anmutet, wenn ich zwischen Verlagen und Steinbruchgesellschaften hin- und herspringe?
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Wer sich als Geisteswissenschaftler an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert, findet auch einen Job! Dieses Buch informiert über Möglichkeiten wie Aufbaustudium, Jobsuche oder Existenzgründung. Wie ein Kompass lassen Beispiele, Adress- und Checklisten jeden das passende Angebot finden.
Monika Wulf-Mathies studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Sie arbeitete im Kanzleramt, war ÖTV-Vorsitzende, in der europäischen Kommission und Beraterin für Gerhard Schröder. Seit 2001 ist sie bei der DHL, erst Leiterin des Zentralbereichs „Politik & Nachhaltigkeit“, seit 2009 Beraterin des Vorstands. Wie sah Ihr Weg zum Erfolg aus?
Aller Anfang ist schwer: Das gilt auch oder gerade für die Jobsuche im Web 2.0. Erst langsam einen Ruf erarbeiten, dann Kontakte knüpfen, diese festigen. Es dauert lange, bis man überhaupt über eine Einstellung reden kann. Aber der Aufwand lohnt sich. Ein Überblick.
1. Informationen finden: Das Web 2.0 bietet hervorragend Möglichkeiten, Informationen ...
Hallo Julia,
es stimmt leider schon, in der Regel schätzen es Arbeitgeber tatsächlich, wenn eine klare Struktur vorherrscht und es so wirkt, als könne sich ein Bewerber nicht entscheiden. Gerade für Geisteswissenschaftler mit ihrer breiten Fächerung ist das dann ein Problem.
Ich persönlich finde Abwechslungsreich gut, es zeigt Vielseitigkeit. Aber die ist auf dem Arbeitsmarkt oft nicht gefragt; ich habe eher den Eindruck, Absolventen sollen möglichst gut in eine Schublade passen. Ich kenne auch Leute, die ein sehr breit angelegtes Fach studiert haben und sich dann anhören musste, sie machen ja nichts Richtig, sondern alles nur ein ein bisschen.
Von daher ist eine frühzeitige Orientierung durch Praktika sinnvoll.
Aber: vielleicht findet sich ja eine Verbindung zwischen beiden Studienfächern – z.B. ein Verlag, der Fachzeitschriften für Steinbruchgesellschaften auch in anderen Sprachen herausbringt. Versuchen Sie eine Nische zu finden, in der Sie mit ihren beiden unterschiedlichen Qualifikationen punkten können, denn das hebt Sie ja von anderen ab.
Ansonsten: Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Eventuell werden Sie auch einmal in einem ganz anderen Bereich arbeiten, der mit ihren Studienfächern gar nichts zu tun hat. Das ist bei vielen Geisteswissenschaftlern so.