1 Comment » - Kommentieren Sie! Tags: , Geschichte, Orientalistik/Asienwissenschaften, Politikwissenschaften. Rubrik(en): Autoren, Berufsbilder
Ein Blick auf meinen Werdegang:
Ich bin von der Ausbildung her Politologe (Nebenfächer: Geschichte Südasiens, Politische Wissenschaften Südostasiens), Abschluss im Februar 1991 in Heidelberg. Wie viele Kommilitonen habe auch ich eine Zeitlang mit Promotion und Unikarriere bzw. Journalismus geliebäugelt, habe mich dann aber dagegen entschieden.
Hintergrund der Entscheidung gegen die Uni-Karriere waren die abschreckenden Beispiele, die ich in meiner Hiwi-Zeit am Institut kennengelernt hatte (Habilitation gefolgt von Sozialhilfe…). Gegen Journalismus sprach einfach, daß ich nie Zeit für Praktika und Volontariat gehabt hatte, weil ich während des Studiums Geld verdienen mußte.
Also habe ich mich einfach mal auf alle Anzeigen beworben, die halbwegs interessant erschienen und in denen Bewerbungen von Geisteswissenschaftlern nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Ich landete nach nur 20 Bewerbungen als Projektleiter bei einem Veranstalter von Managementkonferenzen und sollte Fachkonferenzen zum Thema IT organisieren (ohne anfänglich mehr von IT zu wissen, als das man die ganz toll als Ersatz-Schreibmaschine nutzen konnte).
Meine Kollegen in der Abteilung waren eine Anglistin, eine Romanistin, eine Übersetzerin, ein Volkskundler und – ein Betriebswirt. Daraus entspann sich eine Karriere, die verschiedene Stationen im Konferenzgeschäft, Auslandseinsätze (Israel, USA, Österreich) und Personalverantwortung umfasst.
Heute bin ich als selbständiger Berater für Unternehmen im Tagungs- und Weiterbildungsbereich sowie als Dozent für Weiterqualifizierung von arbeitssuchenden Akademikern aktiv. Man sieht also, es geht!
Denn wir Geisteswissenschaftler haben ein paar Eigenschaften, die immens wertvoll sind. Wir können querdenken, wir können strategisch über mehrere Stationen/Abteilungen/Teilentscheidungen hinweg denken, wir sind geistig flexibel und könne immer wieder schnell neue Themen auffassen, auf die Kernthemen reduzieren, Probleme analysieren und systematisieren sowie mit (häufig unkonventionellen) Lösungsvorschlägen helfen.
Wichtig ist, – keine Scheu zu haben in die Wirtschaft reinzuschauen, – Gewinnerzielungsabsichten nicht als unmoralisch oder unter unserer Würde zu empfinden – und zu lernen, wie Gewinn und Verlustrechnungen aussehen und die entsprechenden Zahlenkolonnen lesen und verstehen (das Erstellen sollen die Betriebswirte ruhig selber machen **gg**)
Mein Fazit: Man muss sich einfach trauen! WiWis und Juristen kochen auch nur mit Wasser – Betriebswirtschaft besteht im Prinzip nur aus gesundem Menschenverstand, den vier Grundrechenarten und einer Menge Verschleierungstaktik.
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Wer sich als Geisteswissenschaftler an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert, findet auch einen Job! Dieses Buch informiert über Möglichkeiten wie Aufbaustudium, Jobsuche oder Existenzgründung. Wie ein Kompass lassen Beispiele, Adress- und Checklisten jeden das passende Angebot finden.
Monika Wulf-Mathies studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Sie arbeitete im Kanzleramt, war ÖTV-Vorsitzende, in der europäischen Kommission und Beraterin für Gerhard Schröder. Seit 2001 ist sie bei der DHL, erst Leiterin des Zentralbereichs „Politik & Nachhaltigkeit“, seit 2009 Beraterin des Vorstands. Wie sah Ihr Weg zum Erfolg aus?
Aller Anfang ist schwer: Das gilt auch oder gerade für die Jobsuche im Web 2.0. Erst langsam einen Ruf erarbeiten, dann Kontakte knüpfen, diese festigen. Es dauert lange, bis man überhaupt über eine Einstellung reden kann. Aber der Aufwand lohnt sich. Ein Überblick.
1. Informationen finden: Das Web 2.0 bietet hervorragend Möglichkeiten, Informationen ...