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	<title>Kommentare zu: Leserfrage: Frage zur Podiumsdiskussion am Deutschen Romanistentag</title>
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	<description>Führendes Blog für Bildung &#38; neues Arbeiten, Teil von Business &#38; More mit 14 Mio Visits/Monat</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 May 2012 17:04:31 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Simone Janson</title>
		<link>http://www.beruf-suchen.de/bildung/absolventen/frage-zur-podiumsdiskussion-am-deutschen-romanistentag/#comment-2981</link>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 08:36:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.beruf-suchen.de/magazin/frage-zur-podiumsdiskussion-am-deutschen-romanistentag/#comment-2981</guid>
		<description>Liebe Anke,

ich hatte Sie schon erwartet. Leider habe ich jetzt auch etwas l&#228;nger
gebraucht f&#252;r die Antwort, aber da sie etwas ausf&#252;hrlicher wird…

Vorweg eine wirklich gute Anlaufadresse: http://www.jungejournalisten.de

Das Netzwerk hat mir, durch pers&#246;nliche Kontakte bei den
Jahrestreffen, sehr viele M&#246;glichkeiten er&#246;ffnet. Man muss sich
allerdings pers&#246;nlich bewerben und daf&#252;r schon was in dem Bereich
gemacht haben. Es gibt auch ein Mentorenprogramm.

Falls man gar keine Ahnung hat, was man machen will: [http://www.lifeworkplanning.de]

nie selbst ausprobiert, aber viel gutes dar&#252;ber geh&#246;rt.

Es gibt auch ein Buch dazu:

Durchstarten zum Traumjob: Das ultimative Handbuch f&#252;r Ein-, Um- und Aufsteiger

Ich fange mal mit den negativen und demotivierenden Sachen an:

Es ist sicherlich ein sch&#246;ner und interessanter Beruf. Allerdings
sind derzeit tiefgreifende &#196;nderungen im Gange, die durch das Internet
bedingt sind. Sprich: Den Verlagen und Medienanbietern, auch den
gro&#223;en, brechen die Einnahmen weg, da Werbekunden abspringen und viel
Kunden nicht bereit sind, f&#252;r Inhalte im Internet zu bezahlen (weil es
jeder gewohnt ist, alles konstelos zu konsumieren.)

Daraus ergibt sich ein tiefgreifender struktureller Wandel, auf den
vor allem die Deutschen Medien noch nicht wirklich wissen, wie man
darauf reagieren kann.

Und auch das Berufsbild des einzelnen (freien) Journalisten ist im
Wandel: Man sitzt eben nicht in Ruhe da uns schreibt seine Artikel f&#252;r
den n&#228;chsten Tag (so wie ich mir das fr&#252;her vorgestellt habe) sondern
muss sehr schnell Content liefern (Internet will topaktuelle News), der
zunehmend billig bis umsonst bereit gestellt werden muss.

Ich kenne auch Redakteure, die den Beruf auch deshalb gut fanden,
weil sie da sp&#228;t morgens anfangen k&#246;nnen – und jetzt morgens um 6 zum
Fr&#252;hdienst m&#252;ssen. Au&#223;erdem werden klassische Medien immer mehr durch
andere Medien-Anbieter (z.B. Soziale Netzwerke, Twitter usw.) abgel&#246;st.
Man darf gespannt sein, was sich da noch entwickelt.

Wie neue Gesch&#228;ftsmodelle im Internet funktionieren k&#246;nnen, dar&#252;ber gibt es ein paar interessante B&#252;cher: [http://www.berufebilder.de]

Gerade frisch gefunden und selbst noch nicht gesehen: [http://www.elektrischer-reporter.de]

Von freien Journalisten wird daher zunehmend erwartet, dass sie
sich nicht nur mit einem Medium auskennen, sondern schreiben, Videos
und Podcasts machen usw. k&#246;nnen. Sprich, die klassische Aufteilung
verschwindet immer mehr. Ich habe Kollegen, die prognostizieren, dass
TV und Radio in 10-15 Jahren tot sind. Schon jetzt hei&#223;t es ja
angeblich, dass gerade j&#252;ngere Leute ja vor allem das Internet nutzen.

Tipps f&#252;r Freie und Infos dar&#252;ber, was in der Branche so aus Sicht der Freien los ist, bietet [http://www.freischreiber.de]

Wenn Sie sich &#252;ber die rechtlichen Grundlagen f&#252;r die Selbst&#228;ndigkeit informieren wollen: [http://www.mediafon.net]

Jetzt der positive Teil – Tipps:

Dennoch glaube ich, es gibt M&#246;glichkeiten. Wenn man sich als Autor
fachlich auf bestimmte Themen – die nicht alle k&#246;nnen – spezialisiert
und so aus der Masse heraussticht. Wenn man sich ein Renommee schafft.
Das allerdings braucht Zeit. Oder wenn man eigene Ideen entwickelt,
eigene Blogs, Videoprojekte usw. Das Internet bietet da vielf&#228;ltige
M&#246;glichkeiten. Man braucht aber auch hier einen langen Atem.

Und es geh&#246;rt auch Selbstbewusstsein dazu – siehe auch das Interview mit Monika Wulf-Mathies in meinem Blog: [http://www.berufebilder.de]

Dementsprechend: Warum Lokalsender? Wenn Sie schon erfahrungen
haben: Warum nicht weiter oben versuchen einzusteigen – mit so guten
Sprachkenntnissen z.B. bei der Deutschen Welle? Dort dann ins
Volontariat &#252;bernommen zu werden ist allerdings sehr schwierig. Oder
warum es, vielleicht nach 1-2 Praktika, nicht gleich auf der
Journalistenschule versuchen. Dort liegt die Altersgrenze bei 27! Ich
kenne zwei Frauen, die, allerdings nachdem sie schon vorher ein paar
Jahre frei gearbeitet haben, es dann einfach mal versucht haben und
beide auf der Henri-Nannen-Schule genommen wurden. Und es beide nicht
geglaubt haben.

Warum nicht erstmal was ganz anderes ausprobieren? Eine andere,
spanische Bekannte hat, mit Abschl&#252;ssen in Deutsch, Englisch, Spanisch,
3 Jahre als Aktienbrokerin in London gearbeitet. Ihre Qualifikation
waren die 3 Sprachen, alles andere Learning on the Job. Danach ist sie
allerdings lieber &#220;bersetzerin auf Gran Canaria geworden :-)

Generell finde ich es wichtig, gerade als Geisteswissenschaftler,
nicht in seinem eigenen Saft zu schmoren, sondern auch Erfahrungen mit
Menschen zu machen, die ganz anders Ticken… auch wenn es manchmal weh
tut, lernt man doch einiges dabei.

Apropos: &#220;bersetzen k&#246;nnen sie nat&#252;rlich immer. Man kann sich z.B. bei [http://www.proz.com]
eintrag. Oder sich direkt bei &#220;bersetzungsfirmen bewerben. Einziges
Problem: Man ist ja f&#252;r &#220;bersetzungsfehler voll haftbar. Und da es sich
in der Regel um technische &#220;bersetzungen handelt, kann das teuer
werden.. mir ist zwar kein einziger Fall diesbez&#252;glich bekannt, aber
ich sags mal lieber.

Eine andere M&#246;glichkeit auf Zeit: Sprachkurse. Auf Dauer ist das
jedoch keine L&#246;sung, wie man an diesem, zugegebn extra-krass
geschilderten Beispiel sieht: [http://www.berufebilder.de]

Dennoch habe ich mit Bildungsinstitutionen auch so meine
Erfahrungen…. dazu gibt es auch ein interessantes Buch, zu dem ich
hier einen Artikel geschrieben habe:

[http://www.berufebilder.de]

So, ich hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen und sie nicht vollends abgeschreckt zu haben.

Sie sehen, es gibt zahlreiche M&#246;glichkeiten. Man muss sich dabei
leider auch immer entscheiden, das ist, wie Frau Wulf-Mathies so
treffend sagte, mit Risiken verbunden, erfordert Selbstbewusstsein und
Willensst&#228;rke. Weil man nur dann auch andere von sich &#252;berzeugen kann,
wenn man selbst &#252;berzeugt ist.

Gru&#223; und viel Gl&#252;ck

Simone Janson</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Anke,</p>
<p>ich hatte Sie schon erwartet. Leider habe ich jetzt auch etwas l&auml;nger<br />
gebraucht f&uuml;r die Antwort, aber da sie etwas ausf&uuml;hrlicher wird…</p>
<p>Vorweg eine wirklich gute Anlaufadresse: <a href="http://www.jungejournalisten.de" rel="nofollow">www.jungejournalisten.de</a></p>
<p>Das Netzwerk hat mir, durch pers&ouml;nliche Kontakte bei den<br />
Jahrestreffen, sehr viele M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnet. Man muss sich<br />
allerdings pers&ouml;nlich bewerben und daf&uuml;r schon was in dem Bereich<br />
gemacht haben. Es gibt auch ein Mentorenprogramm.</p>
<p>Falls man gar keine Ahnung hat, was man machen will: [http://www.lifeworkplanning.de]</p>
<p>nie selbst ausprobiert, aber viel gutes dar&uuml;ber geh&ouml;rt.</p>
<p>Es gibt auch ein Buch dazu:</p>
<p>Durchstarten zum Traumjob: Das ultimative Handbuch f&uuml;r Ein-, Um- und Aufsteiger</p>
<p>Ich fange mal mit den negativen und demotivierenden Sachen an:</p>
<p>Es ist sicherlich ein sch&ouml;ner und interessanter Beruf. Allerdings<br />
sind derzeit tiefgreifende &Auml;nderungen im Gange, die durch das Internet<br />
bedingt sind. Sprich: Den Verlagen und Medienanbietern, auch den<br />
gro&szlig;en, brechen die Einnahmen weg, da Werbekunden abspringen und viel<br />
Kunden nicht bereit sind, f&uuml;r Inhalte im Internet zu bezahlen (weil es<br />
jeder gewohnt ist, alles konstelos zu konsumieren.)</p>
<p>Daraus ergibt sich ein tiefgreifender struktureller Wandel, auf den<br />
vor allem die Deutschen Medien noch nicht wirklich wissen, wie man<br />
darauf reagieren kann.</p>
<p>Und auch das Berufsbild des einzelnen (freien) Journalisten ist im<br />
Wandel: Man sitzt eben nicht in Ruhe da uns schreibt seine Artikel f&uuml;r<br />
den n&auml;chsten Tag (so wie ich mir das fr&uuml;her vorgestellt habe) sondern<br />
muss sehr schnell Content liefern (Internet will topaktuelle News), der<br />
zunehmend billig bis umsonst bereit gestellt werden muss.</p>
<p>Ich kenne auch Redakteure, die den Beruf auch deshalb gut fanden,<br />
weil sie da sp&auml;t morgens anfangen k&ouml;nnen – und jetzt morgens um 6 zum<br />
Fr&uuml;hdienst m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem werden klassische Medien immer mehr durch<br />
andere Medien-Anbieter (z.B. Soziale Netzwerke, Twitter usw.) abgel&ouml;st.<br />
Man darf gespannt sein, was sich da noch entwickelt.</p>
<p>Wie neue Gesch&auml;ftsmodelle im Internet funktionieren k&ouml;nnen, dar&uuml;ber gibt es ein paar interessante B&uuml;cher: [http://www.berufebilder.de]</p>
<p>Gerade frisch gefunden und selbst noch nicht gesehen: [http://www.elektrischer-reporter.de]</p>
<p>Von freien Journalisten wird daher zunehmend erwartet, dass sie<br />
sich nicht nur mit einem Medium auskennen, sondern schreiben, Videos<br />
und Podcasts machen usw. k&ouml;nnen. Sprich, die klassische Aufteilung<br />
verschwindet immer mehr. Ich habe Kollegen, die prognostizieren, dass<br />
TV und Radio in 10-15 Jahren tot sind. Schon jetzt hei&szlig;t es ja<br />
angeblich, dass gerade j&uuml;ngere Leute ja vor allem das Internet nutzen.</p>
<p>Tipps f&uuml;r Freie und Infos dar&uuml;ber, was in der Branche so aus Sicht der Freien los ist, bietet [http://www.freischreiber.de]</p>
<p>Wenn Sie sich &uuml;ber die rechtlichen Grundlagen f&uuml;r die Selbst&auml;ndigkeit informieren wollen: [http://www.mediafon.net]</p>
<p>Jetzt der positive Teil – Tipps:</p>
<p>Dennoch glaube ich, es gibt M&ouml;glichkeiten. Wenn man sich als Autor<br />
fachlich auf bestimmte Themen – die nicht alle k&ouml;nnen – spezialisiert<br />
und so aus der Masse heraussticht. Wenn man sich ein Renommee schafft.<br />
Das allerdings braucht Zeit. Oder wenn man eigene Ideen entwickelt,<br />
eigene Blogs, Videoprojekte usw. Das Internet bietet da vielf&auml;ltige<br />
M&ouml;glichkeiten. Man braucht aber auch hier einen langen Atem.</p>
<p>Und es geh&ouml;rt auch Selbstbewusstsein dazu – siehe auch das Interview mit Monika Wulf-Mathies in meinem Blog: [http://www.berufebilder.de]</p>
<p>Dementsprechend: Warum Lokalsender? Wenn Sie schon erfahrungen<br />
haben: Warum nicht weiter oben versuchen einzusteigen – mit so guten<br />
Sprachkenntnissen z.B. bei der Deutschen Welle? Dort dann ins<br />
Volontariat &uuml;bernommen zu werden ist allerdings sehr schwierig. Oder<br />
warum es, vielleicht nach 1-2 Praktika, nicht gleich auf der<br />
Journalistenschule versuchen. Dort liegt die Altersgrenze bei 27! Ich<br />
kenne zwei Frauen, die, allerdings nachdem sie schon vorher ein paar<br />
Jahre frei gearbeitet haben, es dann einfach mal versucht haben und<br />
beide auf der Henri-Nannen-Schule genommen wurden. Und es beide nicht<br />
geglaubt haben.</p>
<p>Warum nicht erstmal was ganz anderes ausprobieren? Eine andere,<br />
spanische Bekannte hat, mit Abschl&uuml;ssen in Deutsch, Englisch, Spanisch,<br />
3 Jahre als Aktienbrokerin in London gearbeitet. Ihre Qualifikation<br />
waren die 3 Sprachen, alles andere Learning on the Job. Danach ist sie<br />
allerdings lieber &Uuml;bersetzerin auf Gran Canaria geworden <img src='http://www.beruf-suchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Generell finde ich es wichtig, gerade als Geisteswissenschaftler,<br />
nicht in seinem eigenen Saft zu schmoren, sondern auch Erfahrungen mit<br />
Menschen zu machen, die ganz anders Ticken… auch wenn es manchmal weh<br />
tut, lernt man doch einiges dabei.</p>
<p>Apropos: &Uuml;bersetzen k&ouml;nnen sie nat&uuml;rlich immer. Man kann sich z.B. bei [http://www.proz.com]<br />
eintrag. Oder sich direkt bei &Uuml;bersetzungsfirmen bewerben. Einziges<br />
Problem: Man ist ja f&uuml;r &Uuml;bersetzungsfehler voll haftbar. Und da es sich<br />
in der Regel um technische &Uuml;bersetzungen handelt, kann das teuer<br />
werden.. mir ist zwar kein einziger Fall diesbez&uuml;glich bekannt, aber<br />
ich sags mal lieber.</p>
<p>Eine andere M&ouml;glichkeit auf Zeit: Sprachkurse. Auf Dauer ist das<br />
jedoch keine L&ouml;sung, wie man an diesem, zugegebn extra-krass<br />
geschilderten Beispiel sieht: [http://www.berufebilder.de]</p>
<p>Dennoch habe ich mit Bildungsinstitutionen auch so meine<br />
Erfahrungen…. dazu gibt es auch ein interessantes Buch, zu dem ich<br />
hier einen Artikel geschrieben habe:</p>
<p>[http://www.berufebilder.de]</p>
<p>So, ich hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen und sie nicht vollends abgeschreckt zu haben.</p>
<p>Sie sehen, es gibt zahlreiche M&ouml;glichkeiten. Man muss sich dabei<br />
leider auch immer entscheiden, das ist, wie Frau Wulf-Mathies so<br />
treffend sagte, mit Risiken verbunden, erfordert Selbstbewusstsein und<br />
Willensst&auml;rke. Weil man nur dann auch andere von sich &uuml;berzeugen kann,<br />
wenn man selbst &uuml;berzeugt ist.</p>
<p>Gru&szlig; und viel Gl&uuml;ck</p>
<p>Simone Janson</p>
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