Geisteswissenschaftler sind längst nicht mehr nur auf die traditionellen Bereiche Kultur, Bildung, Medien oder Öffentlichkeitsarbeit festgelgt. Immer wieder trifft man sie auch in Berufen, an die viele während ihres Studiums wahrscheinlich nicht einmal im Traum gedacht haben: Zum Beispiel in Personalwesen, Werbung und Marketing, bei der Kundenbetreuung oder im Sales- oder Call-Center-Management. Einige arbeiten sogar in Bereichen, die vom Studium sehr weit entfernt sind, etwa in der Verwaltung, im Vertrieb, als Assistenz der Geschäftsleitung, als Unternehmensberater, bei Banken, in der Netzwerkadministration, als Programmierer bzw. Webdesigner oder Internetscout im EDV-Bereich.
Immer wieder berichten die Medien über Beispiele einzelner Geisteswissenschaftler/innen, die solche Nischen erfolgreich finden konnten: Etwa Rüdiger Booz, Personalchef bei Renault und studierter Historiker oder Peter Stuckenberger, Redenschreiber bei Siemens und promovierter Kunsthistoriker. Immer häufiger liest man zudem von Patchworkkarrieren, bei denen Absolventen im Lauf ihres Berufslebens in mehreren ganz unterschiedlichen Branchen und Aufgabenfeldern tätig sind Solche Beispiele zeigen: Die Berufsfelder für Geisteswissenschaftler/innen sind vielfältiger geworden. Und daher gibt es auch die eine Strategie, die zum erfolgreichen Berufseinstieg führt, nicht, sondern stattdessen zahlreiche, individuelle Optionen.
