Lebenslanges Lernen ist nicht nur ein modisches Schlagwort, sondern tatsächlich ein wichtiges Einstellungskriterium gerade für ältere Stellenanwärter. Für jeden zweiten Personalchef wird ein Bewerber über 45 vor allem durch den Nachweis aktueller Fortbildungen interessant. Das belegt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des ILS (Institut für Lernsysteme) unter Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern. Qualifikationen, die im Erststudium oder in der ersten Ausbildung erworben wurden, spielen demnach nur noch eine untergeordnete Rolle. Wichtigstes Kriterium bei der Beurteilung von Bewerbern der Generation 45plus ist erwartungsgemäß für fast alle Arbeitgeber, dass die bisherigen Berufserfahrungen genau zum Stellenprofil passen. Die Hälfte der Personalverantwortlichen achtet zudem auf geradlinige Lebensläufe.
Die forsa-Studie belegt außerdem, dass immer mehr Personalchefs Fernunterricht als Methode zur nebenberuflichen Weiterbildung kennen und schätzen. Sie bewerten nicht nur das auf diesem Wege erlangte Fachwissen positiv, sondern auch die damit nachgewiesenen Soft-Skills: 90 Prozent aller Befragten schreiben Fernschulabsolventen eine hohe Eigenmotivation, Zielstrebigkeit, Selbstständigkeit und ein gutes Zeitmanagement zu.
