Am Juli wurde nach jahrelangem Tauziehen endlich das neue Urheberrechtsgesetz verabschiedet. Dem heftigen Widerspruch der Gesetzesgegner ist es zu verdanken, dass die Vergütung für Privatkopien im Gesetz – anders als im ursprünglichen Entwurf geplant – nicht an die rapide fallenden Preise für Geräte und Speichermedien gekoppelt wird. Ebenso gestrichen wurde die geplante Einstiegsschwelle für die Gerätevergütung bei zehn Prozent Nutzung für urheberrechtlich relevante Kopien. Das bedeutet, dass die daraus gezahlten Tantiemen für das Kopieren von Texten auch weiterhin gezahlt werden.
Wer sich übrigens für den Verlauf der Auseinandersetzug interessiert, findet beim Institut für Urheber- und Medienrecht zahlreiche Informationen vom sogenannten zweiten Korb.
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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