2 Kommentare - Kommentieren Sie! Tags: Nebenjob, Gründungskultur. Rubrik(en): Status, Name, Rechtsform
Die nebenberufliche Selbständigkeit wird für die Deutschen in der Wirtschaftskrise immer interessanter. 76 Prozent bewerten diese Form der Existenzgründung als attraktiv. Und für über die Hälfte der Deutschen stellen Verdienstmöglichkeiten und Unabhängigkeit die wichtigsten Motive für einen Schritt in die Selbständigkeit dar.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag der Firma Amway über die Bedeutung von Selbständigkeit speziell in der Rezession. Die Umfrage ist Teil der Initiative “Zukunft Selbständigkeit”, die zweimal pro Jahr die Einstellung der Deutschen zu beruflichen Veränderungen und zur Selbständigkeit untersucht.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das grundsätzliche Interesse an einer nebenberuflichen Existenzgründung signifikant gestiegen: Während die Umfrage 2008 ergab, dass 62 Prozent der Deutschen den nebenberuflichen Einstieg in die Selbständigkeit für attraktiv halten, sind in der Rezession mittlerweile drei Viertel dieser Meinung (76 Prozent). Das Interesse an einem hauptberuflichen Einstieg in die Selbständigkeit ist 2009 um über 20 Prozentpunkte auf 13 Prozent gesunken (2008: 36 Prozent).
Die Verdienstmöglichkeiten sind das entscheidende Motiv für einen möglichen Schritt in die Selbständigkeit (55 Prozent). Als weitere potenzielle Vorteile gelten die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Selbständigkeit. Der Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit rangiert hier mit 54 Prozent auf Rang zwei, gefolgt von der Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen (41 Prozent).
Der konkrete Schritt in die Selbständigkeit ist für vier von fünf Befragte derzeit dennoch nicht vorstellbar (82 Prozent). Für Verunsicherung sorgen vor allem die mit einer Selbständigkeit assoziierten Aspekte “finanzielles Risiko” (82 Prozent) und “fehlendes Startkapital” (68 Prozent). Fehlende staatliche Förderung wird besonders in den neuen Bundesländern kritisiert (36 Prozent).
Über die Hälfte der befragten beklagt 2009 einen Mangel an beruflichen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt beurteilen 55 Prozent der Befragten ihre Chancen, sich beruflich zu verändern, als “eher schlecht” beziehungsweise als “sehr schlecht”.
Die angestrebte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt in Ost- und Westdeutschland existiert bis heute offenbar nicht. 78 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt und 64 Prozent in Brandenburg schätzen ihre Jobchancen als “eher schlecht” beziehungsweise als “sehr schlecht” ein. In Baden-Württemberg vertreten nur 49 Prozent diese Ansicht.
Gegenüber 2008 spielen im Berufsleben 2009 finanzielle Aspekte eine deutlich größere Rolle als immaterielle Motive. Die finanzielle Absicherung hat aktuell mit 74,4 Prozent einen zentralen Stellenwert.
Im Gegensatz dazu haben individuelle Gestaltungsspielräume, die beispielsweise eine Work-Life-Balance ermöglichen, 2009 dramatisch an Bedeutung verloren (11 Prozent). Noch 2008 rangierten Aspekte wie die Ausgewogenheit zwischen Berufs- und Privatleben (92 Prozent) oder ein kollegiales Umfeld (96 Prozent) an vorderster Stelle.
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Monika Wulf-Mathies studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft. Sie arbeitete im Kanzleramt, war ÖTV-Vorsitzende, in der europäischen Kommission und Beraterin für Gerhard Schröder. Seit 2001 ist sie bei der DHL, erst Leiterin des Zentralbereichs „Politik & Nachhaltigkeit“, seit 2009 Beraterin des Vorstands. Wie sah Ihr Weg zum Erfolg aus?
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Hallo Frau Janson,
wer das Risiko einer Existenzgründung scheut, der sollte sich mal mit dem Thema Franchising auseinandersetzen! Bei diesem Vertriebssystem wird das Geschäftskonzept eines Franchisegebers vor Ort von den Franchisenehmern umgesetzt. Diese erhalten im Gegenzug zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung – von der Finanzierung über die Standortwahl bis zum Marketing und vielem mehr!
Zwar muss man in der Regel Gebühren zahlen, dafür wird das Risiko einer Existenzgründung erheblich minimiert! Daher ist Franchising auch und gerade in der Krise gefragter denn je!
Franchisingkonzepte gibt es aus fast jeder Branche, gesucht werden häufig gerade Seiteneinsteiger! Wer sich einen Überblick verschaffen will, der kann das sehr gut im Franchiseportal unter http://www.franchiseportal.de!
Gruß,
Tobias
Leider gibt es auch beim Franchising Risiken – wie mein Artikel bei ZEIT-ONLINE zeigt: http://www.berufebilder.de/about/texte/insolvenz-scheitern-kann-auch-eine-chance-sein
Wenn in diesem speziellen Beispiel das Risiko auch eher beim Franchisenehmer lag!