Berufebilder by Simone Janson

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Reinhard Schinkel

Von: Reinhard Schinkel
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Die Reform des Insolvenz-Rechts (ESUG) aus Sicht des Praktikers – Teil 3:
Was können Sie als Gläubiger tun?

Das neue Insolvenzrecht bietet für Unternehmen viele Vorteile – aber nicht nur: Auch als Gläubiger haben Sie jetzt mehr Mitsprache – z.B. durch die Mitarbeit im Gläubigerausschuss.

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Reinhard Schinkel

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Die Reform des Insolvenz-Rechts (ESUG) aus Sicht des Praktikers – Teil 2:
Was müssen Sie bei der Eigenverwaltung beachten?

Die sogenannte Eigenverwaltung wurde durch das neue Insolvenzrecht gestärkt. Liegt lediglich drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vor, können Sie über den Schutzschirm der Eigenverwaltung die Sanierung planen und starten. Wie kommt man jetzt zur Eigenverwaltung?
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Reinhard Schinkel

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Die Reform des Insolvenz-Rechts (ESUG) aus Sicht des Praktikers – Teil 1:
Was müssen Unternehmen seit März beachten?

Zum 01.03.2012 trat die erste Stufe der sogenannten Insolvenzrechtsreform in Kraft. Die zweite Stufe ist bereits in der Pipeline und soll in wesentlichen Teilen Anfang 2013 Gesetzeskraft erlangen. Die dritte und letzte Stufe ist ebenfalls in Planung. Welche Neuregelungen müssen Unternehmer sei März 2012 zu beachten?
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2009 fast 10% mehr Privatinsolvenzen als im Vorjahr:
NRW hat die meisten Pleitiers

Zahlen, die bedenklich stimmen: 2009 meldeten 130.698 Bundesbürger Privatinsolvenz an. Das entspricht einem Anstieg um 8,65 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2008: 120.289). Vor allem jüngere Menschen sind zunehmend betroffen. Schuld trägt aber nicht allein die Wirtschaftskrise.

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Simone Janson

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Serie besser Scheitern:
Risikovermeidung ist das Gegenteil von innovativem Denken!

Leider machen viele Führungskräfte aus Angst zu Scheitern das Gegenteil von Innovatviem Denken: Sie überspielen die Situation, verschulden sich noch weiter und hoffen, dass die Krise schon irgendwann vorbeigeht – auch aus Angst, sich das eigene Versagen einzugestehen.

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Simone Janson

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Serie besser Scheitern:
Zu viel Angst hemmt Innovationen

Andererseits beschränken übertriebene Vorsichtsmaßnahmen von vornherein die Freiheit, in der neue Ideen überhaupt erst entstehen können. Denn zum Erfolg gehört es nun einmal, Risiken einzugehen und Rückschläge in Kauf zu nehmen – auch wenn über die Fehler hinterher keiner mehr spricht.

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Serie besser Scheitern:
Insolvente Unternehmer sind immer die Bösen

Was bei einer solchen Ausbildung herauskommen kann, ist immer wieder in den Nachrichten zu bewundern: Risikovermeidung statt Innovation. Schadensbegrenzung statt konstruktiven Umgehens mit Fehlern. Von echter „Entrepreneurship“ – nicht einmal einen eigenen Namen hat die akademische Unternehmerausbildung im Deutschen – ist nicht viel zu merken.

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Simone Janson

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Dank Wirtschaftskrise!:
Zahl der Insolvenzen steigt

Von 1. Januar bis Juli 2009 meldeten 15.891 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an. Allein im zweiten Quartal umfasst die von Zahlungsunfähigkeit betroffenen Unternehmen 6.745 Firmen. Das entspricht einem minimalen Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal.

Aber: Während der Markt im Mai mit 2.136 und im Juni mit 2.197 Firmenpleiten eine leichte Erholung erlebte, stieg die Zahl an Unternehmensinsolvenzen im Folgemonat stark an. Im Juli beantragten 2.381 Firmen Gläubigerschutz. Das entspricht gegenüber dem Juni einem Anstieg um knapp 8,4 Prozent.

Hintergrund

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie “Firmeninsolvenzen 1. Januar bis Juli 2009? der Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL in Hamburg. Demnach ereigneten sich im Studienzeitraum 1. Januar bis Juli, absolut gesehen, in Nordrhein-Westfalen die meisten Firmenpleiten (3.193), gefolgt von Bayern (1.860) und Baden-Württemberg (1.721).

Relativ betrachtet stammen die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen aus Bremen – 68 pro 10.000 Firmen. Zweites Bundesland in dieser Reihe ist Sachsen-Anhalt mit 63 Pleiten je 10.000 Unternehmen, gefolgt von Schleswig-Holstein (62 je 10.000 Firmen) und dem Saarland (51). Den geringsten Anteil an relativ gemessenen Firmenpleiten unter dem Bundesdurchschnitt – 43 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen – werden aus Bayern (31), Hamburg (32) Thüringen (37) und Baden-Württemberg (37) gemeldet.

Vor allem jüngere Unternehmen im Osten sind betroffen

Am stärksten vom Pleiteplus im zweiten gegenüber dem ersten Quartal betroffen sind Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von 28,78 Prozent, gefolgt von Brandenburg (plus 16,11 Prozent) und Hamburg (plus 6,91). Unterdessen ging die Zahl der Unternehmen, die Gläubigerschutz beantragten, in Sachsen-Anhalt mit minus 15,89 Prozent am stärksten zurück. Auch in Niedersachsen (minus 11,53 Prozent), Bremen (minus 8,33 Prozent) und Thüringen (minus 8,21 Prozent) ist der Pleitetrend rückläufig.

Zwar lässt sich ein Insolvenzrisiko nicht automatisch vom Unternehmensalter ableiten. Dennoch zeigen die aktuellen Zahlen, dass vor allem jüngere Unternehmen von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind. Von 1. Januar bis Juli stieg der Anteil der Unternehmen, die bis zu zwei Jahre am Markt aktiv waren und dann Gläubigerschutz beantragen mussten, auf 18,47 Prozent – das entspricht 2.935 Insolvenzen.

Gründe

Von einer Zahlungsunfähigkeit im Untersuchungszeitraum sind vor allem Gewerbebetriebe mit einem Anteil von 40,76 Prozent (6.477 Unternehmen) und GmbHs (39,16 Prozent – 6.223 Unternehmen) betroffen. Die Ursachen von Firmeninsolvenzen sind komplex:

Neben volkswirtschaftlichen Faktoren bestimmen betriebswirtschaftliche Aspekte – gerade für kleine, mittlere und vor allem jüngere Unternehmen – sehr stark das Insolvenzrisiko. Die steigende Arbeitslosigkeit wird den Konsum drücken. Viele Unternehmen leiden unter einer Kreditklemme und Zahlungsausfällen. Es fehlt Liquidität.

Insolvenzrückgang kein Grund für Optimismus

Obwohl im zweiten Quartal ein Rückgang an Firmeninsolvenzen von 0,3 Prozent zu beobachten ist, besteht nach Expertenmeinung kein Grund zu Optimismus. Begründung: Unter anderem stieg die Anzahl an eidesstattlichen Versicherungen und Haftanordnungen – Frühindikatoren für eine Unternehmensinsolvenz – im zweiten Quartal dramatisch an:

Es wurden 10.782 eidesstattliche Versicherungen erklärt, das sind 21,2 Prozent mehr als im ersten Quartal. Es kam zu 12.043 Haftanordnungen, das entspricht einem Anstieg um 10,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. In der Folge rechnen Experten für das laufende Gesamtjahr mit einer Zunahme der Firmeninsolvenzen auf bis zu 34.000 Fälle.