Form- und Rechtschreibfehler sind für Personaler ein Ausscheide-Kriterium. Das zeigt eine aktuelle Studie von Jochen Mai, Autor von Karrierebibel.de und Johannes Lenz von der Personalberatung und Akademiker-Jobbörse Alma mater.


Insgesamt wurden dafür seit Anfang 1. Januar 260 teilnehmende Personalverantwortliche befragt. Herauskristallisiert hat sich eine klar Top-10-Platzierung. Worauf achten Personaler besonders? Was sollten Sie bei einer Bewerbung beachten, um nicht gleich aussortiert zu werden?
- Platz 10: Für 21 Prozent der Personaler ist es ein Problem, wenn Datum und Unterschrift fehlen.
- Platz 9: Ganze 22 Prozent der Entscheider stören sich an einem uneinheitlichen Schriftbild.
- Platz 8: Bei 28 Prozent die Bewerbung auf den No-Stapel, wenn im Lebenslauf Lücken klaffen.
- Platz 7: 30 Prozent sortieren aus, wenn Sie vergeblich nach Anhängen suchen müssen, weil die vergessen wurden.
- Platz 6: 33 Prozent der Personalverantwortlichen wollen im Büro keine Romane lesen, sondern wünschen sich Bewerbungen, die gleich auf den Punkt kommen.
- Platz 5: Ein schlechtes Foto katapultiert bei 38 Prozent der Bewerber die Bewerbungen ins Aus
- Platz 4: Wenn Bewerbungsunterlagen wiederverwendet wurden, zeigt das Desinteresse – und lässt 44 Prozent die Bewerbung ablehnen
- Platz 3: Die Bronzemedallie geht an die Rechtschreibfehler: 53 Prozent stören sich derart daran, dass der Bewerber durchfällt
- Platz 2: Silber ist dem Sprachstil vorbehalten: 64 Prozent stören sich an einem unangemessenen Sprachstil
- Platz 1: And the Winner is: 69 Prozent der Personaler legen die Bewerbung sofort beiseite, wenn der Ansprechpartner falsch geschrieben oder die falsche Person genannt wird!
7. Juni 2010 um 22:18 Uhr
Hallo,
ich muss leider sagen, dass sich die personaler oft von Nebensächlichkeiten leiten lassen. Möchte nciht wissen, wie oft potentielle Top-Mitarbeiter in spe aufgrund von Formfehlern aus dem Rennen geflogen snd und statt dessen wiedermal ein Blender das Rennen gemacht hat.
Viele Grüße, Christoph
8. Juni 2010 um 12:33 Uhr
Hallo Christoph,
danke für den Kommentar. Das ist leider in vielen Bereichen so, dass Blender das Rennen machen.
Ich hab zu dem Thema ja auch hier einen Artikel verfasst, wie das schon im Vorstellungsgespräch anfängt mit der Blenderei:
www.berufebilder.de/about/featured/lassen-sich-personaler-tatsaechlich-lieber-verarschen-die-wahrheit-aber-bitte-nett-verpackt
Und in der Süddeutschen ist letztes Jahr dieses Interview mit mir erschienen zum Thema warum Schwätzer im Job oft weiterkommen: www.sueddeutsche.de/karriere/perfektionismus-im-job-schwaetzer-haben-die-besseren-karten-1.411727
11. November 2011 um 14:15 Uhr
Wisst ihr, was ich wirklich schade finde? Dass gerade diesen genialen Leute nie eine Möglichkeit bekommen, sich vorzustellen und persönlich zu überzeugen! Mein Mann ist Unternehmer und der verfährt auch so, weil er meint, man muss ja ein Kriterium haben, um eine Vorauswahl zu treffen. Ja klar…natürlich kann man nicht alle einladen…aber mal ehrlich: Auch hinter der perfektesten Bewerbung kann sich ein völlig ungeeigneter Kandidat verbergen. Und wie findet man das raus? In dem man ihn einläd und sieht, was er kann…warum dann mit den anderen nicht auch so verfahren?!
*kopfschüttel*
14. November 2011 um 10:21 Uhr
Hallo,
danke für den interessanten Kommentar. Alternative Vorstellungsgespräche ist auch ein Thema, das ich demnächst nochmal gerne ausführlicher aufgreifen werde.
Simone Janson
16. Januar 2012 um 14:36 Uhr
Moin,
ich frag mich warum hier auf Blender rum gehackt wird? Immerhin sollte man doch auch (bzw GERADE!) als potenzieller Top-Mitarbeiter in spe, auch eine Top-Bewerbung abliefern können. Ich denk mal, wer nicht in dieser Lage ist, ist auch nicht unbedingt mehr dazu befähigt auch eine Top Leistung abzuliefern, oder?
Letztenendes ist doch dann auch nachher das Vorstellungsgespräch und ein Assessment-Center dafür da, um solche Blender auffliegen zu lassen.
Gruss Thorsten
19. Januar 2012 um 11:30 Uhr
Interessante Einstellung, dass gute Leute automatisch Blender sind. Ich sehe es genau andersherum: Wer wirklich gut ist, muss nicht lügen und blenden, sondern punktet mit echter Kompetenz.