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Job- & Personalsuche » Bewerbung & Recruiting » Jobsuche in der Krise:
Social Networking

Zwar gehören die Stellenanzeigen in der Tagespresse und Online Jobbörsen immer noch zu den geläufigsten und bevorzugten Quellen bei der Suche nach einem neuen Job, doch führen diese Informationsquellen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer seltener zum erwünschten Ziel.

Eine neue Möglichkeit der Jobsuche: Online-Netzwerke. Doch welches Netzwerk kommt überhaupt in Frage? Und worauf ist beim Netzwerken im Internet zu achten?

Wenn es darum geht, einen neuen Job zu finden, sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, die zur Verfügung stehen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor dabei ist ein starkes Netzwerk, das Tipps zu offenen Stellen und Bewerbung geben kann oder wichtige Kontakte vermittelt. Gute Kontakte sind auch die beste Basis, den eigenen Job zu sichern. Die wichtigste Grundvoraussetzungen sind ein vollständig ausgefülltes Profil und mindestens 20 Kontakte.

Rechtzeitig anfangen

Allerdings sollte man mit dem Aufbau eines Netzwerks nicht warten, bis die Zeiten sich zum Schlechten wenden und man auf Jobsuche geht. Denn der Schlüssel zu erfolgreicher Netzwerkarbeit ist nicht die Antwort auf die Frage, wen man kennt, sondern vielmehr ob andere einen kennen. Daher sollte man sich auch nicht fragen, was bestimmte Personen für einen tun können, sondern stets daran denken, was man selbst anderen helfen kann.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen dem Online-Networking und dem zufälligen, persönlichen kennenlernen: Kontaktsuchen und Networking via Internet funktioniert direkter als im „realen Leben”. Man sucht betreffende Personen nach bestimmten von diesen vorgegebenen Kriterien aus – und sortiert dabei gleichzeitig auch alle Informationen aus, die man nicht benötigt. Das kann ein Vorteil sein, weil man viel Zeit spart. Aber häufig bleiben dabei auch zwischenmenschliche Dinge, die man im normalen Gespräch „am Wegesrand” mitnehmen würde, auf der Strecke.

Es kommt auf die Plattform an

Der Erfolg bei der Jobsuche hängt schließlich auch davon ab, welche Plattform man nutzt, denn jede hat andere Vor- und Nachteile: Xing (bis 2006 openBC bzw. Open Business Club) ist in Deutschland das wohl bekannteste Business-Netzwerk in der reale Personen ihre geschäftlichen Kontakte zu anderen Personen verwalten können.

Eine der Kernfunktionen ist das Sichtbarmachen des Kontaktnetzes; beispielsweise kann man abfragen, über welche anderen Mitglieder man einen anderen kennt. Daneben bietet das System zahlreiche Funktionen wie Kontaktseite, Suche nach Interessengebieten, Foren und Gruppen. Außerdem gibt Funktionen zum Planen von Events gemeinsam mit anderen sowie Marktplatz, auf dem Benutzer Stellenanzeigen aufgeben und einsehen können.

Privat oder beruflich?

Hingegen ist weltweit ist LinkedIn mit rund 36 Millionen Mitgliedern das größte Business-Online-Netzwerk. Ähnlich wie Xing bietet Linkedin die Möglichkeit, nach Personen mit Profilen in der eigenen Umgebung oder Branche zu suchen, den Werdegang von von anderen Mitgliedern nachverfolgen und Personaler und Entscheider direkt anzusprechen. Darüber hinaus kann man bei Linkedin auch Unternehmensprofile abrufen und andere Mitglieder in Form eines kurzen Texts auf dem Profil des jeweiligen Kontakts weiterzuempfehlen.

Eher für den privaten Gebrauch gedacht sind Netzwerke wir MySpace oder Facebook. Hier können die Nutzer Fotos und Videos einstellen, Freunde hinzufügen und Kommentare schreiben. Gerade aber weil diese Netzwerke mehr Einblick in das Privatleben erlauben, ist ihre Bedeutung für das Business nicht zu unterschätzen.

Alle Tips zum Social Networking finden Sie in meinem Beitrag bei RP-ONLINE: www.rp-online.de/public/article/beruf/arbeitswelt/694861/Erfolgsfaktor-Social-Networking.html

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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4 Kommentare

  1. Auch wenn man die Sozialen Netzwerke nicht direkt zur Jobsuche benutzt, sollte man über ein gut gepflegtes Profil verfügen, da Personaler immer mehr das Netz auf Spuren nach ihren Bewerbern durchsuchen, insbesondere bei Berufseinsteigern, deren CV noch nicht so viel aussagt. Ein gutes Xing Profil kann ein erster Schritt für ein sinnvolles Online reputation management sein, wie z.B. der PR-Experte Klaus Eck immer wieder betont. Außerdem lässt sich heute die Bewerbungsphase kaum noch von der der Nicht-bewerbung unterscheiden, eine latente Jobsuche oder zumindest Wechselverfpgbarkeit hat eingesetzt, glaubt man Experten wie Svenja Hofert.

  2. Simone Janson

    Wichtig ist dabei allerdings, dass das Profil zwar aussagekräftig ist. Viele Leute neigen aber dazu, alles mögliche in ihr Profil zu klatschen, dadurch ist das Profil für Recruiter aber viel zu schwammig. Ein gutes Profil bedeutet, dass man sich Gedanken darüber macht, was sinnvoll ist und nach was Personaler suchen könnten.

  3. Ich denke gerade facebook wird in der Rtg. ausgebaut werden, denn Datenbanken lohnen sich nicht mehr!

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