

Nur in der Absage stehen diese Gründe nicht – und daher passieren die Fehler immer wieder. Eine Umfrage zeigt jetzt, was Personaler wirklich stört. Zum Beispiel Rechtschreibfehler: In jeder fünften Bewerbung kommen sie vor. Doch während Bewerber oft glauben, dass das ja nichts ausmacht, sind sie für die Mehrzahl der Unternehmen ein K.O.-Kriterium, weil sie dahinter Desinteresse am Unternehmen oder ganz allgemein Schlampiges Arbeiten vermuten.
Tippfehler bedeuten oft das Aus
Mehr als einen Tippfehler darf sich daher kein Jobkandidat erlauben, sonst landet seine Bewerbung bei rund einem Drittel der Personaler (28 Prozent) sofort auf dem Absage-Stapel. Ab drei Fehlern sortieren bereits 70 Prozent die Bewerbungsunterlagen aus. 18 Prozent der Personalentscheider sagen bei nur einem Tippfehler “nein” zu einem Kandidaten. Für 69 Prozent ist es ein absolutes No-Go, wenn der Ansprechpartner falsch geschrieben wird. Lediglich 9 Prozent der Befragten waren Rechtschreibfehler in der Bewerbung egal.
Das ist eines der Ergebnisse der „Bewerbungsstudie 2010“ die Jochen Mai, Autor des Job- und Karriere-Blogs, Karrierebibel.de und Redakteur der Wirtschaftswoche gemeinsam mit Johannes Lenz von der Personalberatung und Akademiker-Jobbörse Alma mater durchgeführt hat. Insgesamt wurden dafür seit Anfang 1. Januar 260 teilnehmende Personalverantwortliche befragt.
Nachfragen erlaubt
Auch dazu, ab wann man sich als Jobkandidat nach dem Stand der Bewerbung erkundigen darf, haben die Personaler eine klare Meinung: Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) empfiehlt eine Wartezeit von mindestens zwei Wochen, 29 Prozent halten gar drei bis vier Wochen für eine angemessene Frist. 11 Prozent meinen, man könne sich bereits nach einer Woche erkundigen, 15 Prozent hingegen halten es für besser, wenn man gar nicht nachfragt.
Soziale Netzwerke
Auch wenn das immer wieder empfohlen wird: Davon, sich um eine Begründung der Absage zu bemühen, raten indes 51 Prozent der Personaler dringend ab.
Die Umfrage zeigt zudem, dass Bewerber gut daran tun, Soziale Netzwerke in den Bewerbungsprozesses zu integrieren und auch dieses immer aktuell und fehlerfrei zu halten, denn das Interesse daran nimmt unter Personalern spürbar zu.
Knapp zwei Drittel der Personaler (62 Prozent) überprüfen schon jetzt im Rahmen des Bewerbungsprozesses Online-Profile von Kandidaten. Dabei nutzen sie vor allem Xing (69 Prozent), Facebook (57 Prozent) und StudiVZ (28 Prozent). Aber auch die allgemeine Websuche über Google und eventuell vorhandene Blogs der Bewerber spielt mit 63 Prozent der Nennungen eine entscheidende Rolle.
Diejenigen, die das Internet bislang noch nicht zur Recherche nutzen, haben entweder keine Zeit und kein Personal dafür, wollen das aber bald ändern. Oder sie glauben, dass das persönliche Gespräch mehr bringt. Allerdings setzen einige Entscheider das Internet auch nur ganz gezielt für den engsten Kreis der Kandidatenauswahl ein.
Der Artikel erschien unter www.rp-online.de/beruf/arbeitswelt/Zehn-Todsuenden-bei-der-Bewerbung_aid_822027.html
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