Web 2.0 bietet mehr Bewerbungschancen als die Bewerberhomepage das Web 1.0, die sich nie richtig durchsetzen konnte. Wer die Macht der Blogs für seine Bewerbung kostenlos nutzen möchte, kann sich jetzt um ein Bewerbungsstipendium per E-Mail bis zum 24.08.2007. Es sollen keine Anhänge eingesendet, sondern folgend Fragen beantwortet werden:
* Name
* Alter
* Wohnort
* höchste formelle Qualifikation
* angestrebtes Betätigungsfeld
* Warum sollten gerade Sie das Stipendium erhalten?
Adresse ist: gemeinschaft.bblogs.de/2007/07/30/erfolgreich-bewerbe...
Natürlich steht das zeitgemäße Bewerbungsinstrument auch weiteren interessierten Bewerbern zum Preis von steuerlich absetzbaren 119 Euro für ein Jahr offen.
Ich muss allerdings zugeben, dass sich mir der Sinn dahinter noch nicht ganz erschließt: Einen Blog unter WordPress kann man schließlich relativ einfach und billig selbst aufsetzen – wozu dann die 119 Euro im Jahr? Für diejenigen, die gar keine Ahnung haben? Dennoch kommen mir 119 Euro ein bisschen viel vor… Oder sind qualitativ hochwertige Texte für den Businessblogg gleich inklusive? Dann wären aber 119 Euro ein bisschen wenig. Davon abgesehen ist das eine Super-Idee. Und by the Way: Das Stipendium ist eine sehr gute Marketing-Idee.
2. August 2007 um 21:17 Uhr
Hallo Frau Janson,
vielen Dank für die Erwähnung meiner Aktion und das Lob in Sachen Marketing, über die ich mich sehr freue.
Auf die Steilvorlage Ihrer Frage, warum das nach dem Stipendiaten anderen Bewerbern eine bestimmte Summe wert sein soll, gehe ich auch gern ein und bin mal so frei, mich hier auf den Hauptpunkt zu beschränken, der für eine betreute Gemeinschaft unter einem Domaindach statt ein standalone-Blog spricht: Über mehrere Funktionen der Dachseite erhält jeder Blog ohne Zusatzaufwand für Recherche und Verlinkung mehr Leser auf seine Seite als das voraussichtlich ein selbst aufgesetzter Blog erhielte. Am besten sieht man das beim “Ticker” (bblogs.de/neues-von-den-mitgliedern/), wo alle neuen Beiträge der Mitglieder durchlaufen und so auch Menschen erreicht werden, die ursprünglich wegen eines anderen Themas auf der Startseite waren. Das ist sozusagen inhaltsverwandtes Crossselling, wenn man denn einen Namen für das Kind bräuchte.
Etwas bildhafter könnte man auch sagen, das zentrale Basarprinzip – mit oder ohne eine Sortierung nach thematischen Kriterien – sorgt insgesamt für eine stärkere Aufmerksamkeit als das in der Stadt verstreute Marktstände könnten.
Ein anderer – doch noch ein zweiter – Grund ist eher philosophischer Natur und hat etwas damit zu tun, in welcher Umgebung sich jemand digital präsentieren möchte. Einzelkämpfer oder Teil einer Gemeinschaft haben dabei noch eine spannende Verwandtschaft zu der Frage von “make or buy”, an der sich oft auch etwas ablesen lässt, was die Zielgruppe interessieren könnte.
Ich schließe mit einem freundlichen Gruß, bevor noch jemand gelangweilt wegklickt…
Knut O.E. Pankrath
Businessblogbringer