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In 10 Schritten eine Rede vorbereiten (Teil 3)

Inhalt und Einstieg sind bei einer Rede wichtig, ebenso wie prägende Kernbotschaften zu formulieren. Prägend allerdings sollte auch der Schluss sein – damit die Botschaft bei den Zuhörern auch hängen bleibt. Würzen Sie ruhig ein wenig nach!

Schritt 7: Formulieren Sie einen fulminanten Schluss

Zögern Sie den Schluss nicht zu lange hinaus und kündigen Sie auch nicht das Ende Ihrer Rede an, im Sinne von: „Bevor ich zum Schluss meiner Rede komme, möchte ich noch …“ Sagen Sie nicht pauschal „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“, sondern beenden Sie Ihre Rede am besten mit Ihrem Motto.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie Sie Ihre Rede elegant und auf eine Art, die bei den Zuhörern hängen bleibt, beenden können:

  • Stellen Sie einen Bezug zum Anfang her
  • ziehen Sie ein Fazit oder
  • entwerfen Sie einen Ausblick, Wunsch bzw. eine Vision.

Schritt 8: Würzen Sie Ihre Rede

Mit „Würzen“ ist gemeint, dass Sie Ihren Rohtext so überarbeiten, so dass Ihre Rede kurzweilig und „leicht verdaubar“ wird. Hier einige konkrete Empfehlungen: Nichts macht eine Rede so interessant wie ihre Kürze.

Sie machen Ihre Rede daher „würzig“, wenn Sie sich in Verzicht üben. Überlegen Sie also, welche Wörter, Sätze und Abschnitte Sie streichen können, ohne dass Sie dadurch (wesentliche) Inhalte opfern müssen.

Achten Sie auf die Zeitform

Reden werden in der Gegenwart (Präsens) geschrieben – und natürlich auch gehalten. Achten Sie auf kurze Hauptsätze. Sätze, die länger als acht Wörter sind, sollten Sie unbedingt umformulieren. Ebenso tabu sind Nebensätze – diese haben in einer Rede nichts verloren.

Streichen Sie alle Fach- und Fremdwörter. Wenn dies nicht möglich sein sollte, dann erläutern Sie sie – ohne erhobenen Lehrerzeigefinger – bei der ersten Verwendung.

Bringen Sie Beispiele

„Lassen Sie mich meine Aussagen an einem Beispiel fest machen: Einer unserer Kunden hat letztes Jahr unser Produkt XY…“ Erzählen Sie Geschichten. Dies ist eine der wirkungsvollsten Methoden, Zuhörer zu begeistern und Inhalte verständlich zu machen.

Denn Geschichten helfen dabei, den nackten Fakten einen Sinn zu verleihen. Je emotionaler die Geschichte, desto besser ist es, weil dann die Fakten umso besser behalten werden. („Im Jahr 1867 machte Jan Winkman eine schreckliche Entdeckung …“)

Schritt 9: Erstellen Sie ein Redemanuskript

Nun heißt es, alle Aussagen, Zahlenangaben und Quellen zu überprüfen. Gleiches gilt vor allem auch für die genannten Namen, Ämter und Funktionen. Versichern Sie sich auch noch einmal über die Bedeutung und Aussprache von Fremdwörtern und Eigennamen.

Erstellen Sie Ihr Redemanuskript und geben Sie es – wenn möglich – einem Experten zur Durchsicht. Verwenden Sie für das Redemanuskript eine große Schriftgröße und einen großen Zeilenabstand. Nummerieren Sie außerdem die Seiten und heften Sie die Blätter zusammen, damit es zu keinem „Unfall“ kommt.

Schritt 10: Bereiten Sie sich auf eine Diskussion vor

Beschäftigen Sie sich auch mit der Frage: „Welche Argumente könnten Kritiker oder Gegner vorbringen?“ Antizipieren Sie also mögliche Einwände und überlegen Sie sich Antworten darauf.

Professor Dr. Martin-Niels Däfler
Autor: Professor Dr. Martin-Niels Däfler

Martin-Niels Däfler studierte BWL in Adelaide/Australien und an der Universität Würzburg, wo er 1997 promovierte. Seitdem ist er als selbstständiger Kommunikations-/Marketingberater und Trainer tätig – zu seinen Kunden zählen sowohl große als auch mittelständische Unternehmen sowie zahlreiche Verbände und Akademien. Seit 2010 lehrt Däfler an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Frankfurt/Main im Fachbereich Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing. Sein Wissen und seine Erfahrungen hat er in 11 Büchern und über 30 Fachartikeln dokumentiert; als regelmäßiger Kolumnist schreibt er - neben berufebilder.de - für die SparkassenZeitung.

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