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In 7 Schritten eine Folienpräsentation erstellen (Teil 2)

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Die Vielfalt an Themen für einen Folienvortrag macht spezielle Empfehlungen schwer möglich. Aber das folgende Schema kann zumindest in den Fällen eine brauchbare Grundlage für die Gliederung Ihres Folienvortrags sein, in denen es um die Darstellung und Lösung eines Problems geht.

Schritt 4: Sammeln Sie Stoff und entwickeln Sie ein „Drehbuch“

Halten Sie Ihre ersten Überlegungen auf Papier fest – wer gleich mit dem PC arbeitet, ist bereits zu sehr der klassischen „PowerPoint-Denkweise“ verhaftet. Allein die Tatsache, mit einem Stift zu arbeiten, macht kreativer.

Besser ist es, die Gedanken auf Papier oder, noch besser, auf Post-its festzuhalten. Wenn Sie diese an eine Tafel oder Wand kleben, haben Sie gleich einen guten Überblick über den Gesamtvortrag. Verwenden Sie für jeden Gedanken, also für jede Folie einen eigenen Zettel.

  • Wie lautet das Thema?
  • Warum ist das Thema wichtig für die Zuhörer?#
  • Was ist das Problem?
  • Wie hat sich das Problem ergeben?
  • Wie ist das Publikum betroffen?
  • Welchen Nutzen haben die Zuhörer von der Lösung des Problems?
  • Was kann getan werden?
  • Welches sind die Alternativen?
  • Wie sieht die zu treffende Wahl aus?
  • Wie sieht die Lösung konkret aus?
  • Warum ist es die beste Lösung?
  • Was würde die Lösung bringen?
  • Was wäre zur Umsetzung erforderlich (zeitlich, finanziell, personell)?

Schritt 5: Komprimieren Sie Ihre Stoffsammlung zu Thesen

Nun gehen Sie daran, den gesammelten Stoff den einzelnen Gliederungspunkten zuzuordnen. Hinsichtlich der Anzahl an Folien gibt es in Theorie und Praxis recht widersprüchliche Empfehlungen. Grundsätzlich gilt: „When in doubt, cut it out!“

Wenn Sie daran zweifeln, ob eine Folie erforderlich ist, dann denken Sie daran: „In wirklich guten Präsentationen wird etwas gezeigt, was sprachlich nicht besser dargestellt werden könnte.“ Die Gütefrage lautet also: Erleichtert eine Folie dem Publikum das Verständnis, trägt sie dazu bei, meine Inhalte schneller/besser zu vermitteln?

Häufig zitiert wird auch die 10-20-30-Regel von Guy Kawasaki; sie besagt, dass eine Folienpräsentation nicht mehr als 10 Folien umfassen, unter 20 Minuten dauern und eine Schriftgröße von mindestens 30 Punkt aufweisen sollte.

Schritt 6: Stellen Sie Ihre Thesen visuell dar

Erstellen Sie nun Ihre Folien. Dabei sollten Sie sich an der asiatischen Zen-Philosophie orientieren. Zen bedeutet: Die Dinge des täglichen Lebens sollten vollkommen sein, bis hin zur Unscheinbarkeit.

Klingt esoterisch, hat aber einen handfesten, neurobiologischen Hintergrund: Je weniger zu sehen ist, desto besser kann man sich darauf konzentrieren, desto mehr bleibt in Erinnerung. In der nächsten Folge erhalten Sie dazu konkrete Tipps.

Professor Dr. Martin-Niels Däfler
Autor: Professor Dr. Martin-Niels Däfler

Martin-Niels Däfler studierte BWL in Adelaide/Australien und an der Universität Würzburg, wo er 1997 promovierte. Seitdem ist er als selbstständiger Kommunikations-/Marketingberater und Trainer tätig – zu seinen Kunden zählen sowohl große als auch mittelständische Unternehmen sowie zahlreiche Verbände und Akademien. Seit 2010 lehrt Däfler an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Frankfurt/Main im Fachbereich Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing. Sein Wissen und seine Erfahrungen hat er in 11 Büchern und über 30 Fachartikeln dokumentiert; als regelmäßiger Kolumnist schreibt er - neben berufebilder.de - für die SparkassenZeitung.

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