Massachusetts Institute of Technology
Eine im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie bestätigt die Vermutung, dass die kollektive Intelligenz der Gruppe tatsächlich größer sein kann als die Summe der Einzellintelligenzen. Die Analyse der Daten ergab, dass Frauen im Team die kollektive Denkleistung im Team statistisch signifikant erhöhten.
„Das war eine Überraschung“, sagt Co-Autor Thomas Malone vom Massachusetts Institute of Technology, die Studie zielte gar nicht darauf ab, einen Geschlechter-Effekt zu erkennen.
Einfühlunsvermögen als Erfolgsrezept
Die Forscher glauben nicht, dass das Geschlecht die entscheidende Variable ist. Vielmehr habe die Studie gezeigt, dass das Arbeiten im Gruppen dann am produktivsten ist, wenn die Teilnehmer soziales Einfühlungsvermögen besitzen. Sie müssen also fähig sein, die Emotionen anderer zu erkennen.
Umgekehrt schadet es der kollektiven Intelligenz, wenn die Diskussion von einer Person dominiert werde, sei sie noch so intelligent. Die Autoren empfehlen deshalb, bei der Zusammensetzung von Teams auf persönliche Qualitäten zu setzten. Wer also ein Untenehmen ruinieren möchte, ruft am besten regelmäßig männliche Runden egomanischer Eierköpfe zusammen.
McKinsey
Studien der Unternehmensberatungen McKinsey und Accenture zeigen, dass Unternehmen mit besonders gut gemischten Teams erfolgreicher arbeiten als die mit einsamen Wölfen an der Spitze. .
Die Unternehmen mit den höchsten Anteil von Frauen in Führungspositionen hatten in den Jahren 2003 bis 2005 einen um 48 % höheren Gewinn (Ebit) als der jeweilige Branchendurchschnitt. Das hat eine Analyse von Mckinsey unter allen börsennotierten Großunternehmen in Europa ergeben.
Accenture
Eine aktuelle Studie von Accenture kommt zu dem gleichen Ergebnis. Accenture hat die 358 größtem Unternehmen aus 24 Ländern Europas analysiert. Je höher der Anteil von Frauen in Führungspositionen mit Personalverantwortung, umso stärker steigt auch der Profit.
„Mehr Fairness auf dem Arbeitsmarkt, in Unternehmen, in Teams bringt mehr Wohlfahrt für alle.“ ergeben die Analysen von Francine.D. Blau, die den IZA-Preis (Institut zur Zukunft der Arbeit) in Bonn erhalten hat.

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