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Karriere & Erfolg » Kommunikation » Zielorientierte Kommunikation – Teil 3:
Kommunizieren statt einschüchtern

rhetorik-chef

Viele Menschen, und Chefs glauben: Je lauter sie etwas sagen, desto besser werden sie auch verstanden. Das geht bei manchen Leuten bis zu cholerischen Anfällen. Doch jetzt mal Hand aufs Herz: Unberechenbar, schreiend, wild – so schüchtern Sie sicher jeden Mitarbeiter ein! Aber versteht er Sie auch richtig?

Unsere Mimik, unsere Gestik und unser Tonfall kann Fluch oder Segen zugleich sein. Diese drei setzen wir häufig unbewusst, manchmal auch bewusst, ein. Sie unterstützen die Kommunikation auf positive oder negative Weise. Deshalb sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass durch unangebrachtes Verhalten unsererseits andere vielleicht unerwünscht reagieren.

Sie können es nie allen recht machen

Es ist ganz einfach, angemessen zu reagieren. Menschen zeigen unverkennbar, ob sie mit dem – was und wie Sie etwas sagen – einverstanden sind. Dass Sie es nie allen recht machen können, ist logisch. Handeln Sie einfach so, wie Sie es von den anderen auch erwarten, dann haben Sie wenigstens Ihr Bestes gegeben.

Falsch verstandene Kommunikation

Mal ein Beispiel. Urteilen Sie selbst, wer da gerade wieder etwas falsch verstanden hat: Irene ist gerade Schichtleiterin in ihrem Restaurant. »Macht Gang! Beeilt euch! Nun mal los!«, überschlägt sich ihre Stimme zusehends.

Manu und Anne haben Dienst. Der einen stehen die Tränen bereits in den Augen und die andere zittert. »Was stehst du hier so rum«, wettert Irene. Siehst du nicht, wie voll es ist, zack, zack, zack. Energisch schubst sie Anne zur Seite und stürmt zu den nächsten Gästen.

Gerade bei Stress ruhig und besonnen handeln

Den angespannten Gesichtsausdruck nimmt sie mit. Schwer atmend fragt sie: »Was darf es sein?« Die Gäste schauen sie grimmig an. Manu und Anne hingegen werfen sie einen mitleidigen Blick zu. Irene errötet, denn sie bemerkt, wie schlecht sie bei den Gästen ankommt – von ihren beiden Mitarbeitern ganz zu schweigen.

Hätte Irene in einer der Personalschulungen besser zugehört, wäre Manu und Anne einiges erspart geblieben, oder? Ich finde, dass wir gerade in schwierigen Momenten des Arbeitslebens besonders ruhig und besonnen handeln sollten. Alles andere geht nämlich nach hinten los.

3 Tipps für eine verständliche Kommunikation

  1. Setzen Sie sich grundsätzlich zuerst mit der jeweiligen Situation auseinander.
  2. Weisen Sie dann Ihren Mitarbeiter exakt an.
  3. Fragen Sie anschließend gezielt nach.

3 Tipps für eine zielorientierte Kommunikation

  1. Beobachten Sie das Geschehen und reagieren Sie entsprechend.
  2. Überlassen Sie nichts dem Zufall.
  3. Geben Sie angebrachtes Feedback.

3 Tipps für eine bewusste Kommunikation

  1. Beherrschen Sie stets Ihren Tonfall und seien Sie für andere berechenbar.
  2. Beobachten Sie, wie Sie sich bewegen. Fuchteln Sie aggressiv rum oder strahlen Sie Ruhe aus?
  3. Kontrollieren Sie sich. Wie schauen Sie, grimmig oder freundlich?
Sylvana Pollehn
Autor: Sylvana Pollehn

Sylvana Pollehn ist mal kein Coach und kein Trainer. Ihre Karriere begann bei McDonald`s in der Küche. Heute ist sie Managerin und leitet erfolgreich ein Restaurant mit 40 Mitarbeitern. Ihr Anliegen: Menschen – aus Gastronomie, Handel und vielen anderen Branchen – ganz praxisnah Karrierestart und Arbeitsalltag zu erleichtern. Ihre Erfahrung hat sie in dem Buch Hier bin ich der Boss!: Gemeinsam zum Erfolg aufgeschrieben, das in Kürze erscheint. Dazu gibt es auch eine Facebook-Seite.

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