Es gibt Chaoten. Und es gibt Pedanten. Denkt man. Die Chaoten räumen nicht auf, halten keine Ordnung – zum Beispiel weil es ihnen einfach nicht so wichtig ist. Oder weil sie nicht zur Ordnung erzogen wurden und infolgedessen nicht daran gewöhnt sind aufzuräumen. Oder weil sie es einfach nicht hinbekommen, Ordnung zu halten. Bei manchen Menschen liegt offenbar der Verlust einer willentlichen Steuerung zur Organisiertheit vor – das hat dann krankhafte Züge.
Auf der anderen Seite die Pedanten. Alles immer ordentlich, akurat, sauber. Im Extremfall muss auf dem Tisch alles in Reih und Glied stehen. Mitunter haben solche Pedanten ihr ganz eigenes hochkompliziertes Ordnungssystem. Häufig nerven sie auch ihre Umgebung damit und haben nicht selten einen Kontrollfimmel, der sich nicht nur auf die Ordnung sondern auch auf andere Lebensbereiche erstreckt. Auch Pedanterie die damit einhergehende Kontrollsucht können im extremfall krankhaft sein.
Auf den ersten Blick haben beide Gruppen wenig miteinander gemeinsam. Und doch sind sie sich ähnlicher als viele vielleicht denken. Denn wenn man mal genauer hinschaut, warum manche Leute so chaotisch sind und nachfragt, stellt man fest: Viele chaotische Menschen möchten es eigentlich auch gerne sauber, ordentlich und kontrolliert haben. Aber weil sie glauben, sie würden es eh nicht hinbekommen oder gar Angst vor dem Berg an Arbeit haben, lassen sie es einfach sein.
