Nicht auszudenken, wenn sie später noch Informationen bekommen würden, die es ihnen erlaubt hätten, eine bessere, richtige, ja perfekte Entscheidung zu treffen, statt sich mit einer falschen Entscheidung unbeliebt zu machen.
Aus Angst, die falsche Wahl zu treffen, versuchen sie daher lieber, die Entscheidung so lange wie möglich hinauszuzögern, sie zu umgehen oder sogar auf andere abzuwälzen – teilweise mit absurden Ergebnissen:
Da entscheidet nicht etwa der Leiter der Marketingabteilung über einen Werbetext, sondern der Buchhalter hat das letzte Wort. Und bei der Vergabe eines Auftrags darf auch die Leiterin des firmeneigenen Kindergartens (als Betriebsratsmitglied) nicht fehlen, denn der Chef will auch ja niemanden übergehen. Das mag auf den ersten Blick sympathisch und demokratisch wirken, in Wirklichkeit zeugt das aber von einer tiefsitzenden Unsicherheit des Entscheiders.

