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Karriere & Erfolg » Perfektionismus & Psychologie » Es geht ans Eingemachte:
Warum Perfektionismus für Unternehmen teuer ist

Perfektionismus kommt deutsche Unternehmen teuer zu stehen: Wie die Produktivitätsstudie der amerikanischen Unternehmensberatung Proudfoot-Consulting jährlich wieder aufs neue zeigt, ist übermäßiger Arbeitseifer nämlich alles andere als produktiv. Allein in Deutschland werden im Schnitt 26 Arbeitstage pro Jahr und Mitarbeiter verschwendet.


perfektionismus ist für Untenehmen teuerUnd zwar vor allem durch unnötige Wartezeiten und Doppelarbeit – blinder Aktionismus also, der durch besonneneres Handeln vermieden werden könnte und der deutsche Unternehmen 135 Milliarden Euro im Jahr kostet, weil die Mitarbeiter überflüssige oder sogar falsche Dinge tun.

Schuld daran ist vor allem Perfektionismus, also die Neigung von Perfektionisten, Fehler um jeden Preis vermeiden zu wollen: Denn verantwortlich für die mangelhafte Arbeitsorganisation sind Führungskräfte, die die Arbeitsabläufe Ihrer Mitarbeiter ja eigentlich regeln sollten. Zur Mitarbeiterführung gehört es allerdings auch, Entscheidungen darüber zu fällen, wer welche Arbeit macht, welches Budget zur Verfügung steht und wann ein Projekt beendet sein soll. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Denn statt die Sache aktiv und tatkräftig anzugehen, hoffen viele Entscheider in den Chefetagen lieber, dass sich das Problem schon von alleine lösen wird.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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