Als wichtigste Lebensbereiche, auf denen sich die Identität eines Menschen gründet, sieht das Konzept der Integrativen Therapie fünf Säulen der Identität vor. Wenn eine oder mehrer davon ins Wanken geraten, spricht man von Krise.
Um das Ausmaß einer Krise erfassen zu können, muss man sie in Bezug auf die Anzahl der betroffenen Dimensionen betrachten: Welche und wie viele Säulen der Identität sind „angeknackst“, welche sind stabil und geben Sicherheit und wirken kompensierend.
Es gibt folgende fünf Säulen der identität:
1.Säule: Körper, physische Gesundheit, Sexualität
2.Säule: Soziales Netz, Freunde, Beziehungen, Partner
3.Säule: Tätigkeiten, Arbeit, Freizeitgestaltung
4.Säule: Wohnen, Geld, Materielles
5.Säule: Werte, Religion, Spiritualität
Ein Unglück kommt selten allein
So fällt eine berufliche Krise oft auch mit einer privaten Krise wie etwa einer Scheidung zusammen. Und sei es nur, dass man aus lauter Arbeitsstress den Partner und sich selbst schon länger vernachlässigt hat. Krisen erfassen also anders als Konflikte oft die gesamte Person.
Natürlich gibt es auch berufliche Krisen, die keine Rückkoppelung mit dem Privatleben haben. Das ist ein großer Vorteil, denn so kann das Privatleben/der Partner Unterstützung dafür geben, mit der beruflichen Krise besser fertig zu werden.
Verarbeiten will gelernt sein!
Wie Sie Krisen erleben und verarbeiten, hängt allerdings nicht nur davon ab, wie tief greifend und allumfassend die Erschütterungen sind, sondern auch davon, welche Erfahrungen Sie in Ihrem bisherigen Leben mit Krisen und deren Überwindung gemacht haben.
Haben Sie bis dahin erlebt, dass Sie sie bewältigen können, werden Sie auch in der nächsten Krise daran glauben, es zu schaffen!
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