Computer sind praktisch. Richtig eingesetzt können Sie eine Menge Zeit sparen. Aber Sie können auch eine Menge Zeit kosten. Und damit meine ich nicht die Zeit, die Computerfreaks mit dem Rumbasteln an ihren Maschinen verbringen und die für das Neuinstallieren von Programmen oder das (unnötige) Surfen im Internet draufgeht.
Nein, ich meine die Zeit, die bei der ganz alltäglichen Arbeit draufgeht – durch Datenverlust. Klar, es heißt immer, man müsse ständig seine Daten abspeichern. Aber wer speichert schon wirklich jeden Arbeitsgang ab? Den meisten Usern ist das viel zu aufwändig: Hier noch einen Punkt im Text vergessen, da noch einen Absatz ergänzt – wie schnell hat man da das Abspeichern vergessen. Die guten Vorsätze kommen einem erst wieder beim nächsten Datencrash in den Sinn. Und dann ist guter Rat teuer.
Doch welches ist die beste Möglichkeit, seine Daten sicher aufzuheben? Eine kurze Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten mit Kurzkommentar:
- Speichern auf CD oder DVD – preiswert, aber völlig unsicher. Die beste Möglichkeit zum garantierten Datenverlust.
- Nur auf der Festplatte im Computer: Praktisch, schnell, preiswert – aber auch völlig unsicher. Beim nächsten Virus, bei der nächsten Umpartitionierung oder wenn die Festplatte kaputt geht ist alles weg. Aber: Immer noch besser, als sich auf Silberscheibchen zu verlassen.
- USB-Sticks: Kostengünstig, handlich, aber kleiner Speicherplatz. Hier kann man mal was ablegen, aber wer immer nur seine “wichtigsten” Daten hier ablegt, hat bald das komplette Datenchaos. Außerdem: Man kann die Dinger auch gut verlieren.
- Externe Festplatten: Im Prinzip eine gute Wahl: Viel Speicher um alle Daten gemeinsam abzulegen, ganz ordentlich. Nachteil: Gerade bei Laptops unhandlich, das Teil immer auf dem Tisch stehen zu haben. Teuer in der Anschaffung. Und: Wird mal eingebrochen und der Laptop geklaut, nimmt der Dieb die externen Festplatte wohl auch gleich mit (das ist nicht erfunden!)Â Daher: Zumindest getrennt vom Computer aufbewahren (was die Sache wieder unhandlich macht).
Mein Fazit: Die perfekte Art der Datenspeicherung gibt es nicht. Jede Art hat ihre Vor- und Nachteile. Selbst der Tipp, der in solchen Fällen immer gerne gegeben wird, alle Methoden zu kombinieren, muss m.E. bald im Chaos enden. Irgendwann blickt man dann nämlich gar nicht mehr durch, welche Daten noch aktuell sind. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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21. Oktober 2008 um 21:03 Uhr
mir viele da spontan nach online-Datenspeicherung ein. Dienste gibt es da massig. Ein kostenloser Anbieter ist zum Beispiel mediafire.com. Hier kann man Daten bis 100 MB hochladen.
24. Oktober 2008 um 12:53 Uhr
100 MB sind aber relativ wenig – oder?