Angeregt duch meine kleine Diskussion mit Jochen Mai (siehe Kommentare) letzte Woche habe ich mir ein paar Gedanken zu Spielverderbern gemacht. Das sind für mich dich Leute, die durch ständiges Kritisieren und Nörgeln unangenehm auffallen oder doch zumindest ganz schön nerven können. Mich auch, ich gebe es zu. Dabei muss man unterscheiden zwischen Nörglern, die aus purer Lust an der Nörgelei (oder aus Frust?) nörgeln und denjenigen die Ihre Meinung nur kundtun, weil sie glauben, damit etwas bewegen zu können. Wobei vermutlich jeder Nörgler von sich immer letzteres denkt, während die genervten gerne ersteres annehmen
. Doch manchmal kann solche Nörgelei auch Perspektiven aufzeigen, Denkanstöße geben und tatsächlich etwas verbessern. Nur sollten Nörgler ein paar Spielregeln beachten – sonst gelten sie ganz schnell als Spielverderber und fliegen raus:
- Nörgeln Sie nicht versteckt. Wenn Sie schon etwas zu kritisieren haben, dann sagen Sie das offen und sachlich, aber ohne beleidigend zu sein. Also nicht sowas wie: “Eigentlich könnten Sie…” – das versteht der andere nicht und ärgert sich dann darüber, was Sie eigentlich wirklich gemeint haben…”
- Kommen Sie direkt zum Punkt, vermeiden Sie Small-Talk, denn das wirkt zweideutig und unehrlich.
- Reden Sie mit der betreffenden Person unbedingt alleine, damit sich diese nicht vor anderen blosgestellt vorkommt.
- Lästern Sie nicht bei anderen – das kommt immer raus und gibt nur böses Blut.
- Vermeiden Sie Vorwürfe und Verallgemeinerungen wie “Warum müssen Sie immer nur…”, sondern bleiben Sie sachlich.
- Signalisieren Sie Ihre guten Absichten. Bieten Sie Ansätze zur Lösung des Problems. Das zeigt ehrliches Interesse an der Person/der Sache und dass Sie weiter gedacht haben.