Berufebilder by Simone Janson

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Simone Janson

Von: Simone Janson
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Ideenbörse & Marketing

Bloggen als Marketingmaßnahmen

Irgendwie erinnert der Hype um das Web 2.0 doch ein wenig an 1999: Da wird gebloggt bis die Schwarte kracht, Online-Netzwerke schießen aus dem Boden und jeder will mitmachen beim Web 2.0. Und ich frage mich nicht erst seit heute, wann denn diese Euphorie vorbei sein wird, denn: Bloggen wirklich all die vielen Menschen aus reiner Freude am bloggen?

Wohl kaum, die meisten Blogger versprechen sich davon irgendwas – wahlweise Werbeeinnahmen, Kontakte, als Autor entdeckt zu werden, neue Aufträge, ein besseres Suchmaschinenranking oder sonst was. Web 2.0 fürs Marketing also Ähnlich ist das mit den zahllosen Internetcommuneties, die da aus dem Boden schießen: Eigentlich sollen sie in irgendeiner Form Gewinn abwerfen. Bislang dienen Sie aber vor allem der Imagepflege derjenigen, die wie Ebay (Skype) oder Murdoch (MySpace) die Portale für teueres Geld aufgekauft haben. Mehr dazu im Manager Magazin.

Und eigentlich sollen sie Gewinn abwerfen. Doch in der Praxis sind viele Internetuser weder bereit, für die Netzwerkdienstleistungen noch für den Blogcontent, und sei er auch noch so gut, zu zahlen. Das wird die Euphorie mit der Zeit vermutlich abmildern. Erinnert auch alles ein wenig an den New-Economy-Hype 1999, als alle dachten, Internet sei die Goldgrube schlechthin – und eine Firmenpleite der nächsten folgt. Denn als langfristige Geschäfsidee taugen weder Online-Netzwerke noch Blogs etwas – da muss noch etwas folgen, für das die User auch bereit sind zu zahlen. Nur – was?

Der Media Blog weist immerhin darauf hin, das das Platzen der Web-2.0.-Blase nicht zwangsläufig nur negativ sein muss. Denn durch Web-2.0-Start-Ups werde Humankapital gebildet, das dann wieder in neue Firmen inMedia Blog vestiert werden könne. Sprich, selbst wenn eine Firma Pleite geht, gründen deren Ex-Angestellte zig neue Firmen. Wie auch damals aus den New-Economy-Pleiten neue Firmen entstanden, die es zum Teil heute noch gibt (neben denjenigen, die den New-Economy-Crash überlebt haben).

Simone Janson

Von: Simone Janson
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Medien & Web 2.0

Kundenmeinungen in Foren:
Objektiv oder geschickte Produktwerbung?

Wie bereits beschrieben, kann Web 2.0 einige unliebsame Nebenwirkungen haben.  Eine davon ist bereits eingetreten: Traditionelles Marketing ist immer mehr auf dem Rückzug.  Denn Web 2.0 hat im Punkto Marketing eine Revolution in den Köpfen der potentiellen Käufer ausgelöst: Die Käufer haben sich emanzipiert. Sie haben sich vernetzt und sind damit zunehmend unabhängiger von der Werbemaschinerie der Verkäufer.

Denn: Wer etwas verkaufen will, muss nicht mehr nur einfach der Werbung vertrauen oder vielleicht auf den nächsten Produkttest der Stiftung Warentest warten. Nein, wer etwas kaufen will, sucht im Web 2.0 in den zahlreichen Produkttest-Foren oder auf einschlägigen Blogs nach der Meinung der anderen User oder tut seine eigene Meinung anderen kund.  Und zwar aus Freude am Geben.

Diese Freude am Geben versuchen einige Firmen bereits zu korumpieren – indem sie für Kundenmeinungen Geld zahlen – Crowdsourcing, praktisch eine neue Art von Outsourcing. Doch dabei gibt es Probleme, denn das Kapital eines unabhängigen Bloggers oder neutralen Produktesters ist ja gerade das – seine Unabhängigkeit. Und so passiert folgendes:

Marketingakteure, die an die Communities andocken wollten, bekamen das schon mehr als einmal bitter zu spüren. Schlichte Ansätze mit dem Ziel, attraktive Zielgruppen zu ködern, sind vor diesem Hintergrund zum Scheitern verurteilt, da das Alleinstellungsmerkmal und das soziale Kapital der Blogger gerade ihre Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit ist. Das Konzept des bezahlten Bloggens wird als Bedrohung für die Glaubwürdigkeit der virtuellen Graswurzelbewegung verstanden und deshalb mit Skepsis betrachtet – der Blogger riskiert schlichtweg die Abwanderung seiner Leserschaft. (Quelle)

Was also müssen Marketingfirmen tun, die das Web 2.0 für Ihre Zwecke nutzen wollen?  Zunächst einmal: Geduld haben. Denn die Gesetze des Web 2.0 lassen sich nicht schemenhaft anwenden und schon gar nicht auf alle und jede Situation übertragen. Und dann: Marketing in Maßen. Denn sonst pervertiert sich das Web 2.0-Markting selbst. Und schließlich dabei immer im Kopf behalten: Web 2.0. Marketing funktioniert vor allem über Vertrauen.